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Total Commander: Grundlagen – Archive öffnen und erstellen

Für eine Reihe von Archivformaten hat der Total Commander interne Entpackroutinen: ZIP, ARJ, LZH, TAR, GZ, CAB, RAR, ACE.
Diese Archive können wie Unterverzeichnisse geöffnet werden und die Navigation funktioniert wie gewohnt. Auch das im vorhergehenden Artikeln beschriebene Markieren und Kopieren von einzelnen Dateien und Verzeichnisseen funktioniert wie gehabt.

Um ein Archiv komplett auszupacken gibt es den Menübefehl “Dateien\Entpacken…” (Shortcut: ALT+F9). Es öffnet sich ein Dialog, in dem als Ziel der Pfad auf der anderen Seite angezeigt wird. Dieser läßt sich ändern oder komplett löschen. In letzterem Fall wird das Archiv in den aktuellen Pfad entpackt. Eine interessante Option ist “Jedes Archiv in separates Verzeichnis (Name des Archivs) entpacken”. Dabei wird zuerst ein neues Verzeichnis mit dem Namen des Archivs (ohne Dateiendung) angelegt und die Daten dorthin entpackt.
Sind mehrere Archive markiert, werden alle ausgepackt. In diesem Fall ist die Option “Jedes Archiv in sep. Verzeichnis…entpacken” besonders nützlich.

Selbstentpackende Archive können genauso durchsucht bzw. entpackt werden. Zum Öffnen (=”Betreten”) des Archivs muß “STRG+Bild-runter” genommen werden, da “Enter” das Program starten würde.

Ein praktisches Beispiel für die Kombination der Möglichkeiten:
Die Treiber für ein Notebook sind alles selbstentpackende Archive, die sich zuerst entpacken wollen und danach erst die Installation starten. Meistens wird irgendein Pfad als Ziel gewählt und dieser entspricht nicht den eigenen Vorstellungen. Entweder man ändert den Pfad bei jedem Entpacken, oder nutzt den Total Commander:

  • auf der rechten Seite ist der Zielpfad aktiv
  • auf der linken Seite alle Archive markieren
  • “ALT+F9″ und im Entpackendialog “Jedes Archiv in separates Verzeichnis (Name des Archivs) entpacken” aktivieren
  • OK
  • Jedes Archiv wird in ein eigenes Verzeichnis entpackt

Auch das Erstellen von Archiven wird unterstützt. Ohne externe Programme stehen nur die Formate ZIP, TAR, GZ und TGZ zur Verfügung. Für die anderen Archivtypen gibt es keine freien Packer, die in den Total Commander integriert werden dürfen. Wer die entsprechenden Packer besitzt, kann die Pfade zu den Programmen in der Konfiguration unter “Packer” einstellen. Dann sind diese auch benutzbar. Bei WinRAR zum Beispiel wir der Pfad tur WinRAR.exe angegeben. Beim Packen wird dann das in WinRAR definierte Standardpackprofil verwendet (WinRAR: Settings / Compression / Create default…).
Für weitere Packer gibt es Plugins. Auf der Homepage des Total Commanders gibt es eine Plugin-Seite, auf der zB Plugins zu finden sind (für MSI und ISO nur Entpacker).
7-Zip ist ein sehr leistungsfähiger Packer, der frei verwendet werden kann. Ein passendes Ent-/Packer-Plugin gibt es hier. Die Installation ist denkbar einfach: runterladen und mit dem Total Commander öffnen (“Enter”).  Anhand der im Archiv enthaltenen Datei “pluginst.inf” erkennt der Total Commander, daß es sich um ein Plugin handelt und bietet die Installation an. Die einzelnen Dialoge sind nur mit “Enter” zu bestätigen. Das Plugin hat die benötigten Routinen eingebaut und benötigt keine Installation des 7-Zip-Programs.

Über “Dateien\Packen…” öffnet sich der Packen-Dialog. Es werden die markierten Dateien und Verzeichnisse gepackt. Wenn nichts markiert ist, wird die Datei oder das Verzeichnis unter der Zeilenmarkierung gepackt.
Auf der rechten Seite kann das gewünschte Archivformat gewählt werden. Wenn zusätzliche Packer-Plugins installiert sind, können diese über die Dropdownliste ausgewählt und über “Konfigurieren” eingestellt werden.

Sind mehrere Dateien/Verzeichnisse markiert, kann für jede/s ein eigenes Archiv erstellt werden.

Total Commander: Grundlagen – Dateien & Verzeichnisse markieren

Im letzten Artikel wurde das Kopieren, Verschieben und Löschen von Dateien und Verzeichnissen erklärt. Dabei bezog sich die gewählt Aktion immer nur auf ein Objekt und nicht auf mehrere. Hier werden ich auf die verschiedenen Möglichkeiten zum Markieren und Auswählen von Dateien eingehen.

WICHTIG: Sobald etwas markiert ist, beziehen sich Dateioperationen immer auf die markierten Objekte. Egal auf welcher Datei die Zeilenmarkeirung gerade steht.

Eine einzelne Datei oder ein Verzeichnis markiert man mit der Leertaste. Die Schrift in der Zeile wird rot und zeigt so an, daß das Element markiert ist.  Wenn die Zeilenmarkierung weiterbewegt wird, bleibt die Markierung erhalten.
Wurde ein Verzeichnis markiert, berechnet der Total Commander die Gesamtgröße aller enthaltenen Dateien und zeigt sie anstelle von “<DIR>” an.  Das ist sehr nützlich um zu sehen, ob auf dem Zielmedium genug Platz ist (“Paßt mein Verzeichnis mit den Urlaubsbildern auf den USB-Stick?”).
Ein weiter Druck auf die Leertaste hebt die Markierung wieder auf.

Erweitertes Markieren:

  • Um ab der aktuellen Position mehrere Dateien zu markieren, hält man SHIFT gedrückt und geht mit der Cursortaste in die gewünschte Richtung.
    Macht man das gleiche auf markierten Dateien, werden diese wieder abgewählt.
  • STRG+NUM+ oder STRG+A markiert alles.
  • STRG+NUM- löscht alle Markierungen
  • SHIFT+POS1 bzw. SHIFT+Ende markiert ab aktueller Position bis ganz oben bzw. unten
  • SHIFT+BILD-hoch bzw. SHIFT+BILD-runter markiert seitenweise in die entsprechende Richtung
  • NUM+ öffnet einen Auswahldialog, in dem ein Suchmuster definiert werden kann. Z.B. “2009-04-*.log” markiert alle Logfiles aus dem April 2009 im aktuellen Verzeichnis
  • NUM- öffnet den gleichen Dialog, nur werden jetzt die passenden Dateien abgewählt
  • NUM* kehrt die Auswahl um
  • ALT+NUM+ markiert alle Dateien mit der gleichen Dateiendung, wie die Datei unter der Zeilenmarkierung
  • ALT+NUM- deselektiert alle Dateien mit der gleichen Dateiendung, wie die Datei unter der Zeilenmarkierung

Jedes Markieren erweitert die Auswahl. Es wird keine Markierung aufgrund einer neuen Markierung entfernt.


Mit den gezeigten Markiermethoden lassen sich komplexere Auswahlen schnell erledigen.


Total Commander: Grundlagen - Kopieren, Verschieben, Löschen

Im letzten Artikel habe ich erklärt wie man sich durch die Verzeichnisse bewegt. Nun kommen wir zu etwas wirklich produktivem.
Wie schon erwähnt, arbeitet man am schnellsten mit der Tastatur. Das klappt aber nur, wenn man sich die benötigten Tastaturkürzel merkt.
Es gibt jede Menge Tastaturkürzel, welche in der Hilfe zu finden sind (“F1″ – Punkt 3.b). Wer Vista oder Windows Server 2008 einsetzt muß allerdings vorher die benötigte winhlp32.exe nachinstallieren, da sich Microsoft entschlossen hatte, diese bei den aktuellen Bestriebssystemen nicht mehr mitzuliefern…
Einen halbherzigen Erklärungsversuch und den entsprechenden Download gibt es in diesem Knowledgebase-Artikel.
Ansonsten gibt es im Installationsverzeichnis vom Total Commander eine Datei “Tasten.txt”, welche die gleiche Liste enthält.

Für jetzt benötigen wir nur drei zusätzliche Tasten:
F5 – Kopieren
F6 – Verschieben
Entf – Löschen

Ein Teil der Tastaturbelegung geht noch auf den Urahn aller Dateikommander zurück: Norton Commander.
F5 und F6 sind noch aus dieser Zeit, zusätzlich funktioniert das Löschen auch mit F8. Aber “Entf” ist einfacher und intuitiver.

PS: Aus der Norton Commander-Zeit stammt auch noch dieses Zitat, welches im Bezug auf schlechte Software häufig benutzt wurde: “Geseh’n, gelacht, F8″ :-)

Los geht’s:
Beim Kopieren und Verschieben ist die aktive Seite immer die Quelle und die andere Seite das Ziel.

Beispiel: es wurde eine Datei “Einladung.doc” erstellt und diese soll auf den USB-Stick kopiert werden, damit sie im Copy-Shop in Farbe ausgedruckt werden kann. Auf der linken Seite wurde der Quellpfad der Datei ausgewählt (z.B. “D:\Office\Dokumente”) und rechts ist es der USB-Stick (z.B. “G:\”). Einfach die Zeilenmarkierung auf  “Einladung.doc” setzen und “F5″ drücken. Es öffnet sich der Kopieren-Dialog, welcher an dieser Stelle erstmal mit “Enter” bestätigt wird. Da es nur eine kleine Datei ist, taucht der Fortschrittsdialog nur kurz auf und verschwindet dann wieder. In diesem sieht man bei längeren Kopier-/Verschiebeaktionen welche Datei gerade in Arbeit ist, wie schnell kopiert wird, den Fortschritt der aktuellen Datei und den Gesamtfortschritt mit einer geschätzten Restdauer.

Wollte man die Datei verschieben, würde man “F6″ benutzen. Vom Ablauf ist es wie das Kopieren, nur das Ergebnis ist etwas anders ;-)

Zum Löschen drückt man “Entf”. Es erscheint ein typischer “Soll die markierte Datei XY  wirklich gelöscht werden?”-Dialog.

Natürlich funktioniert das nicht nur mit Dateien, sondern auch mit Verzeichnissen. Diese werden selbstverständlich inklusive aller Unterverzeichnisse und Dateien kopiert, verschoben oder gelöscht. Um einen genaueren Fortschritt anzeigen zu können, erstellt der Total Commander vorher eine Liste mit allen Dateien und deren Größe.  Je nach Anzahl der Dateien und Verzeichnisse kann das schonmal ein paar Sekunden dauern. Dieses passiert aber erst nachdem man den Kopieren-,Verschieben- bzw. Löschen-Dialog bestätigt hat.

Bei zu löschenden Verzeichnissen, welche nicht leer sind, weist der Total Commander darauf hin und fragt explizit nochmal nach, ob tatsächlich gelöscht werden soll.


Bis jetzt sind nur einzelne Dateien bzw. Verzeichnisse behandelt worden. Wie mehrere Dateien ausgewählt werden, wird im nächsten Artikel erklärt.

Total Commander: Grundlagen - Navigation

Bitte nicht von dem vielen Text abschrecken lassen. Das ganze klingt am Anfang ziemlich kompliziert, ist es aber nicht. Am besten parallel gleich ausprobieren. Die Einstiegshürde ist mit Sicherheit größer, als bei vielen anderen Programmen, aber der Effektivitäts- und Komfortgewinn gleicht das später wieder aus. Ich werde in weiteren Artikeln Funktionen vorstellen, die mit Windowsboardmitteln nicht, oder nur sehr aufwändig zu erledigen sind.

Man könnte den Total Commander auch mit der Maus bedienen, aber mit der Tastatur geht es schneller, weswegen ich hier nur auf die Bedienung mit der Tastatur eingehe.

Grundlagen:

  • Bewegen der Markierung mit den Cursortasten rauf und runter
  • “Pos1″ und “Ende” springen nach ganz oben, bzw. unten
  • Seitenweises Blättern mit “Bild-Hoch” / “-Runter”
  • Wechseln in das Verzeichnis unter der Markierung: “Enter” oder “STRG+Bild-runter”
  • eine Verzeichnisebene nach oben: “STRG+Bild-hoch” oder “Backspace” (die Taste über der Enter-Taste).
    Wenn man sich in einem Unterverzeichnis befindet, ist der oberste Eintrag “..”; wird auf diesem “Enter” gedrückt, wechselt mach eine Verzeichnisebene nach oben. 
    Wenn man aus dem aktuellem Verzeichnis wieder ins Hauptverzeichnis will, gibt es zwei Möglichkeiten:
    – STRG+Bild-Hoch gedrückt halten
    – STRG+SHIFT+<
  • Wechseln zwischen den beiden Seiten: TAB
  • Auswahl eines Laufwerks: Mit “ALT+F1″ wird die Laufwerksliste für die linke und mit “ALT+F2″ für die rechte Seite gezeigt.
    Neben jedem Laufwerksbuchstaben steht das Label des Laufwerks. Bei Netzlaufwerken der komplette UNC-Pfad. 
    Beispiel:
    – “ALT+F1″ dann “C” und auf der linken Seite wird das Laufwerk “C:” angezeigt.
    – “ALT+F2″ dann “E” und auf der rechten Seite wird das Laufwerk “E:” angezeigt.
    In der Standardeinstellung wird in das zuletzt aktive Verzeichnis auf dem entsprechenden Laufwerk gesprungen und nicht ins oberste. Dieses Verhalten läßt sich in den Optionen unter “Operation \ Beim Laufwerkswechsel immer ins Hauptverzeichnis (Root) wechseln” ändern.
  • Aufrufen der Datei unter der Markierung mittels “Enter”. Programme werden gestartet und bei anderen Dateien wird das verknüpfte Program mit der markierten Datei gestartet: z.B. würde BILD.JPG mit IrfanView gestartet, wenn JPG mit IrfanView verknüpft ist.
  • Archive können wie Verzeichnisse geöffnet werden. Einfach mit “Enter”, bzw. “STRG+Bild-runter” reinspringen. Der Inhalt wird inklsuve gespeicherter Ordnerstruktur angezeigt. So können aus einem Archiv einzelne Dateien oder Verzeichnisse kopiert werden, ohne das gesamte Archiv auspacken zu müssen.
    Auch selbstentpackende Archive (z.B. SETUP.EXE) können so geöffnet werden. Allerdings muß zum Öffnen “STRG+Bild-runter” verwendet werden, da “Enter” das Program starten würde.
    Bei ZIP, GZ, TAR und RAR funktioniert es von Anfang an. Für MSI, ISO, 7z, BZ2 und andere, kann man Plugins installieren. Nützliche Plugins werden in einem gesonderten Artikel behandelt werden.

Erweiterte Navigation:

  • Der Total Commander merkt sich pro Seite, welche Verzeichnisse aufgerufen wurden. Mit “ALT+links” wechselt man in das zuvor aktive Verzeichnis. Mit “ALT+rechts” geht man wieder vorwärts. Ähnlich der “Zurück-” und “Vorwärts-Funktion” in einem Browser.
  • Anzeige der Liste der zuletzt besuchten Verzeichnisse mit “ALT+runter”. In dieser kann man mit den Cursortasten navigieren und das Verzeichnis mittels “Enter” wieder auswählen.
  • Wenn das linke Fenster aktiv ist und die Markierung sich auf einem Verzeichnis befindet, öffnet “STRG+rechts” dieses auf der rechten Seite. Auf der rechten Seite muß “STRG+links” genutzt werden.
  • Öffnen eines neuen Tabs mit “STRG+hoch”. Steht der Cursor auf einem Verzeichnis, wird dieses Verzeichnis im neuen Tab geöffnet, ist es eine Datei, bleibt es beim aktuellem Verzeichnis und wenn die Markierung auf dem obersten Eintrag “..” steht, wird das Oberverzeichnis geöffnet.
  • Die gennanten Funktionen STRG+rechts/links und STRG+Hoch funktionieren auch mit Archiven. Diese werden dann entsprechend geöffnet.
  • Wechsel zwischen den Tabs nach rechts  mit “STRG+TAB”, bzw. nach links mit “STRG+SHIFT+Tab”
  • Schließen eines Tabs mit STRG+W
  • Man kann sich eine Favoritenliste von Verzeichnissen anlegen. Diese wird mit STRG+D aufgerufen. Über “Aktuelles Verzeichnis hinzufügen” wird ein neuer Eintrag generiert. Als Anzeigename für die Favoritenliste wird der Verzeichnisname vorgeschlagen, dieser läßt sich aber auch ändern.
    Die Navigation in der Liste erfolgt entweder per Cursortasten, oder über den Anfangsbuchstaben eines Eintrages. Existiert ein Anfangsbuchstabe nur einmal, wird der Eintrag sofort aktivert; bei mehreren Einträgen  springt die Markierung mit jedem Druck zwischen den möglichen Einträgen hin und her und der passende wird mit “Enter” ausgewählt.
    Ich habe z.B. mein Downloadverzeichnis in dieser Liste. Egal wo ich bin, erst “STRG+D”, gefolgt von “D” und ich bin bei meinen Downloads.
  • Eine Besonderheit ist die Navigation in Netzwerkfreigaben. In der unteren Kommandozeile kann man beliebige Befehle eingeben, die dann im aktuellen Verzeichnis ausgeführt werden. Eine Besonderheit ist der CD-Befehl. Bei der Angabe einer Netzwerkfreigabe wird diese im TC geöffnet. So werden bei “cd \\server” die sichtbaren Freigaben des Servers angezeigt. Mittels “Enter” kann man in diese reingehen und dort ganz normal navigieren. Auch versteckte Freigaben können aufgerufen werden. Entweder direkt mit “cd \\server\c$”, oder wenn man vorher mit “cd \\server” in die Freigabenliste gesprungen ist, mit “cd c$” oder “cd admin$”.

Total Commander: Grundlagen – das Hauptfenster

Wie schon in meinem ersten Artikel zum Total Commander steht, ist er ein zweispaltiger Dateimanager und sieht so aus:
tc_gl_0011
Einige empfinden das Design als häßlich oder trostlos, ich finde es klar und funktional. Keine Schnörkel, sondern einfach ein effektives Tool.

Was ist was?

  1. Dropdownliste für das Laufwerk. Aktuell Laufwerk C:
  2. Label des Laufwerks. Meines hat keines, deswegen steht hier “_ohne_”
  3. Freier Platz auf dem Laufwerk
  4. Gesamtkapazität des Laufwerks
  5. Name des aktuellen Verzeichnisses
  6. Kompletter Pfad des aktuellen Verzeichnisses
  7. Die Standardansicht mit Datei-/Verzeichnisnamen, Dateiendung, Größe, Datum/Uhrzeit und Dateiattributen
  8. Summe der Dateigrößen der markierten und aller angezeigten Dateien: z.Z. keine Datei markiert und alle zusammen sind 393.506kb groß
  9. Anzahl der markierten und aller Dateien: 0 von insgesamt 8 Dateien sind markiert
  10. Anzahl der markierten und aller  Verzeichnisse: 0 von insgesamt 2 Verzeichnissen sind markiert

Es kann immer nur eine der beiden Seiten aktiv sein. Bei der aktiven Seite ist die Pfadanzeige (6) blau und die Dateimarkierung (die beiden gestrichelten Linien) ist zu sehen. Im Moment steht sie auf “System Volume Information”.
Das das Verzeichnis “System Volume Information” überhaupt angezeigt wird, obwohl es versteckt ist, liegt an der zuvor aktivierten Option “Versteckte und System-Dateien anzeigen”. Dateien oder Verzeichnisse mit gesetztem “Versteckt-” bzw “System-Attribut” werden mit einem roten Ausrufezeichen im Icon markiert. Wie man sieht, sind das auf der C-Platte jede Menge Dateien .

Total Commander: Konfiguration

Beim ersten Start von Total Commander erscheint sofort das Konfigurationsfenster. In der folgenden Tabelle sind nur die zu ändernden Optionen aufgeführt und mit einer kleinen Beschreibung versehen. Die Einstellungen entsprechen meiner Vorliebe und können bei anderen unterschiedlich sein. 
Einen Screenshot spare ich mir, da der Dialog selbsterklärend ist. Der “Konfigurieren”-Dialog kann jederzeit über “KonfigurierenEinstellungen…” aufgerufen werden.
Auf den ersten Blick sieht die Tabelle groß aus, aber bei einigen Optionen sah ich mich zu einer längeren Erklärung genötigt, damit die Option auch entsprechend gewürdigt wird ;-)

Kategorie Option Wert
Layout Buttonbar
eine kleine Leiste am oberen Rand des Fensters mit einigen Funktionen. Diese sind alle über das Menü erreichbar und dort als Text schneller zu finden. Durch das Deaktivieren erhält man auch mehr Platz 
deaktivieren
Funktionstastenknöpfe deaktivieren
Ansicht Versteckte und System-Dateien anzeigen aktivieren
Symbole (Icons) Nur Standardymbole
Der TC kann wie der Windows-Explorer, die Icons von Dateien anzeigen. Das Einlesen der Icons verzögert aber die Darstellung, erst recht von Netzlaufwerken. Aus diesem Grund sollte man nur die Standardsymbole anzeigen lassen.
Ordner-Tabs (Register) Tab-Zeile anzeigen, falls nur ein einziger Tab vorhanden ist aktivieren
Strg+Auf öffnet Tab im Vordergrund
Mit Strg+Cursor hoch öffnet man einen neuen Tab. Diese tut man normalerweise dann, wenn man zusätzliche Verzeichnisse öffnen will und dann benötigt man den neuen Tab im Vordergrund.
aktivieren
Operation Ignoriere 1 Stunde Zeitdifferenz
Nach der Umstellung zwischen Sommer- und Winterzeit ändert sich die Uhrzeit von Dateien um eine Stunde. Beim Vergleichen bzw Synchronisieren von Verzeichnissen zwischen NTFS-Dateisystemen und FAT32 würden die Dateien nicht mehr den gleichen Zeitstempel haben. Das ist ziemlich nervig, wenn z.B. ein Verzeichnis immer mit einem USB-Stick synchronisiert werden soll. Wenn diese Option aktiv ist, funktioniert der Vergleich wieder und nur wirklich geänderte Dateien werden markiert.
aktivieren
Viewer/Editor internen Viewer mit Datei unter Cursor starten
Der interne Viewer (“Lister” genannt) wird mit F3 aufgerufen. Falls mehr als eine Datei markiert ist, wird in der Standardeinstellung die oberste markierte Datei geöffnet und nicht die, auf die Zeilenmarkierung steht. Dieses Verhalten wird angepaßt, so daß immer die Datei unter der Zeilenmarkierung geöffnet wird.
aktivieren
Editor:
Steht am Anfang als Notlösung auf Notepad. Wer einen anderen Texteditor benutzt will (z.B. Textpad, Notepad++,Ultraedit usw), sollte hier den Pfad zur EXE einstellen.
Kopieren/Löschen Wenn große Dateien von einem Verzeichnis in ein anderes auf der gleichen Festplatte kopiert werden, erfolgt dieses normalerweise in kleinen Schritten, sprich ein Häppchen lesen, dann schreiben und wieder lesen und schreiben usw. Das sorgt für eine unnötig große Anzahl an Bewegungen des Schreib-/Lesekopfes, was den Kopiervorgang sehr langsam macht. Auch aktuelle Festplatten, welche 100MB/s transferieren können, brechen bei solch einem ineffizientem Verfahren ein. Aus diesem Grund gibt es im TC einen speziellen Kopiermodus für große Dateien. Dabei wird zuerst ein großes Stück in den Speicher geladen und dann am Stück geschrieben. Damit erreicht man meistens zumindest die Hälfte der möglichen Transferrate. Beispiel: die Festplatte schafft 100MB/s. Zuerst werden 50MB in 0,5sec eingelesen und danach in 0,5sec geschrieben. Das hat dann eine Sekunde gedauert und es wurden 50MB kopiert = 50MB/s. Wenn von einer Festplatte auf eine andere kopiert wird, wird der normale Modus genutzt, da dann die eine Platte mit Lesen und die andere mit Schreiben beschäftigt ist. Das funktionert wunderbar parallel.
Auch Kopiermodus für große Dateien aktivieren
Quelle+Ziel auf selbem Laufwerk
Der Wert darf nicht beliebig groß werden. Wenn er zu groß ist, kommt es beim Kopieren zu Fehlermeldungen. 50MB ist ein guter und erprobter Wert
50240
Folgende Laufwerksbuchstaben befinden sich…
Hier teilt man dem TC mit, welche Buchstaben auf einer Platte sind. Z.B. CD,EF = C und D sind auf der ersten Platte und EF auf der zweiten.
Kopiere Datum/Zeit von Verzeichnissen aktivieren
F8/Entf löscht in den Papierkorb (UMSCH=direkt)
Das ist eine persönliche Entscheidung. Wer sich sicher ist, daß er weiß was er tut, kann diese Option deaktivieren. Damit funktionert das Löschen von vielen Dateien schneller, aber auch endgültiger ;-)
deaktivieren
Neu-Einlesen/Refresh Kein Neu-Einlesen für diese Laufwerke
Wenn der TC im Hintergrund war und wieder nach vorne geholt wurde, liest er die aktuell angezeigten Verzeichnisse neu ein, um eventuelle Änderungen zu berücksichtigen. Wenn es sich dabei im Verzeichnisse auf einer Festplatte oder einem USB-Stick handelt, ist das sehr schnell erledigt und stört nicht beim Arbeiten. Wenn im aktiven Fenster aber ein Netzlaufwerk ist, dauert das Einlesen schonmal länger. Das Netzwerk ist einfach nicht schneller. Aus diesem Grund kann man das automatische Neu-Einlesen für einzelne Laufwerke deaktivieren. Früher hat man das auf jeden Fall für die Diskettenlaufwerke gemacht. Sinnvoll kann das Ausklammern von DVD-Laufwerken sein. Auf jeden Fall sollte die Netzwerkumgebung in den Ausnahmen sein. Diese wird mit dem Backslash dargestellt. Siehe Parameterbeispiel. Ein manuelles Neu-Einlesen geschieht über STRG+R. Der normalerweise bekannte Shortcut F5 ist aus historischen Gründen (siehe Norton Commander) nicht verfügbar.
AB\
Schnellsuche Schnelle Suche im akt. Verzeichnis
Zur schnellen Navigation in den Verzeichnissen, besteht die Möglichkeit durch Eingabe des Anfangs des Datei- oder Verzeichnissnamens die Zeilenmarkierung zu bewegen. Beispiel: Ich habe die Option auf “mit Alt” stehen. Wenn ich auf Laufwerk C: bin und nach Windows\System32 gehen will, geht das so:
– ALT+W I N: Zeilenmarker springt zu WINDOWS
– RETURN: Wechseln in das Verzeichnis
– ALT+S Y S: Zeilenmarker steht auf dem Verzeichnis “SYSTEM”
– einmal CURSOR-RUNTER und SYSTEM32 ist markiert
– RETURN: ich bin im Verzeichnis
Das klingt komplizierter, als es ist. Wenn man genau weiß, wohin man will, ist man sehr schnell dort. Übung macht den Meister :-) Es ist Geschmackssache welche Option man wählt. Für mich hat sich “nur ALT” bewährt. STRG+ALT ist mit zu nervig, da ich dann einen Finger mehr benutzen muß, mit dem ich eigentlich schon den ersten Buchstaben schreiben könnte, während ALT durch den Daumen betätigt wird. Wenn man einfach so anfängt zu tippen, erfolgt die Eingabe in der Kommadozeile unten drunter. Dieses benutze ich sehr häufig um z.B. auf eine Netzwerkfreigabe zu wechseln: “cd \\server01\c$” wechselt in diese Freigabe, ohne es erst als Netzlaufwerk verbinden zu müssen. Somit fällt “Nur Buchstaben” auch aus.
Packer Wer WinRAR installiert hat, sollte bei RAR den Pfad zur WinRAR.exe eintragen. Dann kann man aus dem TC heraus mittels WinRAR Dateien und/oder Verzeichnisse packen. Dabei werden die Einstellungen des Defaultpackprofils von WinRAR genommen (WinRAR / Settings / Compression / Create default…). Ein Entpacken von RAR-Archiven beherrscht der TC von sich aus (auch paßwortgeschütze Archive)
ZIP-Packer maximale Komprimierung
ZIP ist zwar universell, aber gegen moderne Packer wie RAR und 7-ZIP kommt es nicht mehr an. Dann sollte man wenigstens die maximale Kompressionsstufe wählen, zumal heutige Computer schnell genug sind.
aktivieren

Total Commander: Installation

Die aktuelle Version ist 7.04a. Es gibt zwar eine Beta-Version 7.50, aber diese ist noch nicht für den produktiven Einsatz freigegeben.
Das Setup bekommt man hier.

tc_inst_001 Zuerst wird die Sprache abgefragt. Da der Autor Schweizer ist, kann man beruhigt die deutsche Version installieren. Bei einigen anderen Programmen ist die deutsche Übersetzung teilweise einfach nur schlecht… Beim Total Commander ist sie vorbildlich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

tc_inst_002Es besteht auch die Möglichkeit alle anderen Sprachen mitzuinstallieren, damit später direkt gewechselt werden kann. Diese funktioniert sogar ohne Programneustart.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

tc_inst_003 Auswahl des Installationspfades.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

tc_inst_004 TC speichert seine Einstellungen in einer Datei und nicht in der Registry und der Pfad zu dieser Datei läßt sich anpassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

tc_inst_005 Je nachdem wer alles mit dem Rechner arbeitet, entscheidet man sich für einen Speicherort.

Wenn es der eigene Rechner ist und man mit mehr als einem User arbeitet (z.B. Admin und ein unpreviligierter Account), dann wählt man “Programmverzeichnis” und “Für alle Benutzer dieses Rechners setzen”. Dann ist der TC unter jedem User gleich konfiguriert.

Wenn man dagegen an einem Rechner arbeitet, der auch von anderen genutzt wird, ist “Anwendungsdaten” sinnvoller.

 

 

 

 

 

 

 

tc_inst_006Das Muß jeder für sich selber entscheiden. Genauso wie die Frage nach dem Icon auf dem Desktop im nächsten Schritt (den Screenshot spare ich mir)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das war es auch schon. Im nächsten Artikel folgt die Konfiguration.

Total Commander: ein “Must have”-Programm

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum “Miracle Worker” ist das Kennen und Berherschen der passenden Tools. Ohne das passende Werkzeug kommt auch der klügste Mann nicht weiter.

Ich möchte Euch eines meiner Lieblingstools vorstellen: den Total Commander von Christian Ghisler.

Der Total Commander ist ein zweispaltiger Dateimanager und damit ein sogenannter Norton Commander Klon.

Ansicht

Er ist das Programm, welches bei mir zuerst auf einem Computer installiert wird. Wenn es sich dabei um einen neuen Computer handelt, wird er sogar meistens noch vor dem Grafikkartentreiber installiert.  Dessen Setup wird mit dem Total Commander gestartet, da man damit, nach ein bischen Übung, schneller durch das Dateisystem navigieren kann, als mit dem Explorer.

Was soll an diesem Tool so besonders sein?  Es ist z.B. konsequent auf Tastaturbedienung ausgelegt. Natürlich kann man es auch mit der Maus bedienen, macht man aber nur, wenn man langsamer sein will ;-)

Ein paar Features:

  • integrierter Dateibetrachter für beliebig große Dateien
  • Verzeichnisse synchronisieren
  • Dateien inhaltlich vergleichen
  • Öffnen von Archiven (z.B. RAR,ZIP,TAR(.GZ)) wie Verzeichnisse und entpacken oder Anzeigen von einzelnen Dateien
  • FTP-Transfer
  • direkter Zugriff auf UNC-Pfade, ohne erst ein Laufwerk verbinden zu müssen
  • Mehrfach-Umbenenntool (viele Dateien auf einmal nach Vorgabe umbenennen)
  • Thumbnail-Ansicht für Bilder
  • Große Dateien aufteilen
  • Prüfsummen (MD5/CRC) erzeugen/prüfen
  • Dateien MIME De-/Kodieren
  • Plugins erweitern die Funktionen: z.B. zusätzliche Archivformate wie 7z, MSI, ISO,SQZ oder BZ2, oder Unterstützung von WebDAV

Das ist nur eine kleine Übersicht über die Möglichkeiten. Wie diese Funktionen genutzt werden können, wird in weiteren Artikel erklärt.

Der Anfang…

Herzlich Willkommen auf meiner Seite.
Hier werden in lockerer Folge mehr oder weniger nützliche Artikel erscheinen, in denen ich versuche einige meiner Erfahrungen als Administrator weiterzugeben. Bei vielen Problemen, die mir auf der Arbeit begegnet sind, hat eine Webrecherche meistens eine Lösung gebracht. Die meisten waren in Foren zu finden, in denen jemand genau das gleiche Problem schilderte und jemand anderes eine Lösung hatte. Einige Informationen waren aber auch in privaten Homepages finden. Ich habe also davon profitiert, daß sich der Berteiber die Mühe gemacht hat und seine Erfahrungen veröffentlicht hat.

Hiermit will ich meinen kleinen Beitrag zurückgeben.

Gruß, Carsten